eggenberg lebt

Die Straßenbahn bildet den Ausgangspunkt des Entwurfs. Linienführung, Rundungen und Knicke der Gleise prägen Geometrie, Organisation und Nutzung des Gebäudes. Der Baukörper entwickelt sich nicht neben der Infrastruktur, sondern aus ihr heraus und versteht sich als architektonische Übersetzung eines Verkehrsknotens: ein klar definierter Mittelpunkt, von dem sich Struktur und Bewegung nach außen verzweigen.

 

Die Dachform greift die Überdachung des bestehenden Wartebereichs auf und interpretiert sie neu. Ein zentraler Punkt fungiert als räumliches und konstruktives Zentrum, von dem sich eine differenzierte Dachlandschaft mit wechselnden Firsten und Graten entwickelt.

 

Das Gebäude ist als massiver Backsteinbau konzipiert. Das Mauerwerk dient primär als tragendes Element in Form von Wandscheiben und Stützen und verweist auf historische Bahnhofsbauten der Industrialisierung. Darauf liegt eine sichtbare Dachkonstruktion aus Trägern und Sparren, die die einzelnen Dachfelder klar strukturiert.

 

Details wie gemauerte Sitzflächen vor den Fenstern und gesplittete Stützen greifen Motive der Straßenbahn auf und integrieren zugleich Funktionen wie Beleuchtung und Entwässerung. Der Entwurf folgt konsequent einer klaren konstruktiven Logik: Alles ist aus dem Kontext und der Struktur entwickelt, nichts ist dekorativ.

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